Zwei bis drei Akkorde weniger

  06.10.2020 Arni

Sid Robben veröffentlicht mit seiner Band «Big Clyde» eine neue CD

«Never a dead end» heisst die neue CD der Hard-Rock-Gruppe «Big Clyde». Darauf zu hören ist auch der Arner Sid Robben. Der Bassist liebt den Rock vor allem in seiner einfachen und direkten Form.

Roger Wetli

Die Songs bei «Big Clyde» schreiben der Sänger Kevin Volken und der Gitarrist Sandro Vanetti. Trotzdem hatte Sid Robben Einfluss auf den Hardrock der Band. «Ich habe immer wieder angemerkt, dass zwei bis drei Akkorde weniger ebenfalls reichen würden», schmunzelt der Arner. «Unser deutscher Produzent ging in eine ähnliche Richtung wie ich.»

Sechs Songs sind auf der neuen CD zu hören. «Wir hatten acht oder neun Songs fertig. Im Studio entschieden wir dann, welche wir aufnehmen», sagt Sid Robben. Der Grund, dass es nicht für ein ganzes Album gereicht hat, sind die Finanzen, welche in diesen für Musiker schwierigen Zeit, nur spärlich vorhanden sind.

Auf seinen Wunsch, einfach gestrickte Songs zu spielen, erklärt er: «Ich habe zuvor 15 Jahre lang in einer Punk-’n’-Roll-Band gespielt. Wir waren nur zu dritt. Es musste einfach ohne Umwege knallen. Diese Einstellung habe ich behalten.»

Zuständig für den soliden Boden  der Band Big Clyde

Der gebürtige Holländer wuchs in Urdorf auf. Seit 15 Jahren wohnt Robben in Arni. «Ich liebe es hier. Die Aussicht in die Innerschweiz ist riesig. Zudem ist der Aargau einer der schönsten Kantone für Motorradtouren.» Mit «Big Clyde» probt er in Volketswil, was bei idealem Verkehr von Arni aus in 35 Minuten erreichbar ist.

Er stiess im November 2018 zur Band, etwa ein Jahr nach deren Gründung. «Die Punk-’n’-Roll-Band gab es damals nicht mehr. Und mich hat die Musik von ‹Big Clyde› gereizt», erinnert er sich. «Ich habe sie vorgewarnt, dass ich nicht der beste Bassist bin», sagt er mit einem Schmunzeln im Gesicht. «Ich steure aber den guten, wummernden und musikalischen Boden bei. Menschlich hat es sofort gepasst.»

Leute mitreissen

Ihm gefällt, dass alle im Quintett an einem Strang ziehen und weiterkommen wollen. «Nach jedem Konzert besprechen wir, was gut war und was verbessert werden könnte.» Im Gegensatz zu früher sei es für ihn ungewohnt gewesen, sich die Bühne mit zwei zusätzlichen Personen zu teilen. Es werde vor allem an kleineren Orten eng. «Ich bevorzuge deshalb die grösseren Bühnen. Ich muss die Möglichkeit haben, eine Rampensau zu sein und zusammen mit den anderen Jungs das Publikum mitzureissen.» Nullachtfünfzehn-Bands gebe es genug. «Wir gehen von Anfang an aufs Ganze. Um das zu gewährleisten, üben wir ein- bis zweimal pro Woche gemeinsam.»

Neuen Schwung ausnutzen

Mit dieser Grundeinstellung konnten «Big Clyde» auch auf ihrer ersten Tournee durch Italien, Frankreich und Spanien überzeugen. «Wir begleiteten im Herbst 2019 den amerikanischen Sänger Jeff Scott Soto und seine Band, schliefen im selben Tourbus und stellten die Backline. Es war riesig», schwärmt Sid Robben. Er hofft, dass die neue CD die Tore für eine weitere Tournee öffnet.

Pandemiebedingt mussten «Big Clyde» Konzerte absagen. «Mittlerweile können wir wieder an kleineren Orten spielen, was uns unglaublich freut. Daneben schreiben wir neue Songs. Es gibt immer etwas zu tun.»

Gleichzeitig versuchen sie, die neue CD «Never a dead end» noch bekannter zu machen und die Leute von sich zu überzeugen. «Die bisherigen CD-Kritiken sind fantastisch. Diesen Schwung möchten wir ausnutzen», so Robben. «Gerade wurden wir als Vorband von Shakra am 19. Dezember, im Parkhotel Wallberg in Volketswil gebucht. Darauf freuen wir uns sehr.»


Image Title

1/10

Möchten Sie weiterlesen?

Ja. Ich bin Abonnent.

Haben Sie noch kein Konto? Registrieren Sie sich hier

Ja. Ich benötige ein Abo.

Abo Angebote