Landabtausch kommt nicht

  16.09.2022 Arni

Revision Nutzungsplanung bald fertig

Erstmals in der Region wollte eine Gemeinde Bauland mit einer anderen Gemeinde Land abtauschen. Wegen des Einspruchs des Regionalplanungsverbands kommt das Geschäft nicht zustande.

Arni möchte Bauland einzonen, damit eine Landhauszone geschaffen wird. Damit möchte die Gemeinde finanzstarke Steuerzahlende anlocken. Mit dem neuen Raumplanungsgesetz sind Einzonungen jedoch nicht mehr möglich. Was tun? Das Gesetz lässt jedoch ein Hintertürchen offen: Da andere Gemeinden, die über zu viel Bauland verfügen, dieses der Landwirtschaftszone zuführen müssen, könnte man tauschen: Arni macht Landwirtschaftsland zu Bauland, die andere Gemeinde macht aus Bauland Landwirtschaftsland. Finanziell wird man sich schon finden.

Veto des Regionalplanungsverbands

Was einfach tönt, ist – wie so oft – mit einigen Hürden verbunden. Erstens: Das Bauland, das ausgezont werden muss, kommt in einen Topf, der vom Kanton verwaltet wird. Gemeinden, die einzonen wollen, können sich daraus bedienen. Zweitens muss der Regionalplanungsverband, dem die Gemeinde mit auszuzonendem Bauland angehört, mit dem Abtreten des Baulands einverstanden sein.

Arni hat mit Gontenschwil eine Gemeinde gefunden, die Bauland auszonen muss. «Mit dem Gemeinderat Gontenschwil waren wir uns über die Modalitäten des Landabtauschs einig», erklärt Vizeammann Kurt Süess. Das Stück Land, das Arni im Gebiet Gjuch zu Bauland machen wollte, ist in etwa gleich gross wie das Bauland in Gontenschwil, das ausgezont werden muss. «Der Regionalplanungsverband Aarau Süd, dem Gontenschwil angehört, hat gegen unser Vorhaben jedoch sein Veto eingelegt», zeigt Süess auf. Das Bauland soll im Verbandsgebiet bleiben, so Aarau Süd.

Revision auf der Zielgeraden

Die Einzonung im Gebiet Gjuch, die nun gescheitert ist, war Bestandteil der Revision der Nutzungsplanung, an der Arni seit rund vier Jahren arbeitet. Diese Revision wird nun weiter vorangetrieben – ohne das Puzzleteil Gjuch. «Die Revision ist weit fortgeschritten, die Vorprüfung des Kantons ist erfolgt», so Süess weiter. Ziel sei, die revidierten Planwerke samt Bau- und Nutzungsordnung dem Souverän an der nächsten Sommer-«Gmeind» zur Genehmigung zu unterbreiten.
Das Thema Landabtausch ist in Arni somit vom Tisch. Vorerst. «Wir werden die Baulandbörse des Kantons weiter im Auge behalten», so Süess. Vielleicht ergibt sich ja wieder einmal eine Gelegenheit, sich aus dem Topf zu bedienen. --eob


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